Historie

Historie

Im Sommer des Jahres 1967 trafen sich fünf schützenbegeisterte Männer, die sich überlegten, einen neuen Schützenzug zu gründen. Es waren die der Heimat stets verbundenen Günter Beckmann, Peter Nolte, Horst Rödelbronn, Paul Schütz und Heinz Stolpe die sich zusammentaten, um eine neue Schützengemeinschaft aus der Taufe zu heben.

Nach reiflicher Überlegung beschloss man, sich nicht einem der bestehenden Corps anzuschließen, sondern eine Artillerie zu gründen.

Nachdem der Vorstand der St. Hubertus-Bruderschaft sowie die damalige Regimentsführung ihr Einverständnis erklärt hatten, wurden die Zuggründung mit den daraus resultierenden Fragen und Problemen mit viel Engagement und Begeisterung angegangen.

Zunächst musste geklärt werden, wie denn die Uniformen aussehen sollten und woher man Kanone und Pferde bekommen konnte.

Man schaute sich auf den Schützenfesten in der näheren Umgebung um und hatte bald mit dem Artillerie-Corps aus Kapellen ein passendes Vorbild gefunden. Die Kameraden aus Kapellen hatten für alle Fragen und Wünschen ein offenes Ohr, standen mit Rat und Tat zur Seite und stellten dem jungen Zug sogar ihre Kanone für das Schützenfest zur Verfügung.

So ausgestattet, konnte man im Jahr 1968 zum ersten Male am Hoistener Volks- und Heimatfest teilnehmen. Zugführer im Premierenjahr war Paul Schütz.

Der erste Auftritt des schmucken Corps hatte so viel Eindruck hinterlassen, dass immer mehr Hoistener Bürger sich für die Gemeinschaft interessierten und ihr auch beitraten.

Dies hatte zur Folge, dass der Artillerie im Jahre 1973 der Status eines Corps verliehen wurde.

Im Jahr 1974 dann der nächste Höhepunkt. Mit Horst Rödelbronn kam erstmalig der Schützenkönig der Hoistener Bruderschaft aus den Reihen des Artillerie-Corps.

Der Auftritt der Artillerie in diesem Jahr wurde gekrönt von der neuen Standarte, die den Zuschauern stolz präsentiert wurde.

In der Folgezeit kamen mit Dieter Dreesmann im Jahre 1983 und wiederum mit Horst Rödelbronn im Jahre 1989 zwei weitere Schützenkönige aus den Reihen der Artillerie.

Die Begeisterung der Väter für das Schützenwesen und für die Artillerie übertrug sich von den Vätern auch auf die Söhne und im Jahr 1975 nahm erstmalig mit Christian Rödelbronn, Karl Rödelbronn und Axel Surlemont die „2. Generation“ am Schützenfest teil.

In den folgenden Jahren wuchs dass Corps stetig an, so dass die Anzahl der Sitzplätze auf der Kanone längst nicht mehr ausreichten, alle Artilleristen aufzunehmen.

So traf es sich gut, dass seitens der Corpsführung die Idee geboren wurde, zu Ehren des 2. Schützenkönigs aus den Reihen der Artillerie, Dieter Dreesmann, am Schützenfestsonntag 1983 zu Pferde aufzumarschieren.

Der große Erfolg dieser Idee führte dazu, dass seither jeweils am Schützenfestsonntag der Kanone eine Abteilung von 6 – 8 Artilleristen zu Pferde voran reitet.

Im Jahre 1992 konnte das Artillerie-Corps dann sein 25-jähriges Bestehen feiern. Wie geschaffen für dieses Ereignis, ereichte die Corpsstärke im Jubiläumsjahr mit 16 aktiven Artilleristen seinen Höhepunkt.

Am Jubiläums-Umzug nahm das Artillerie-Corps aus Kapellen teil, welches der Artillerie Hoisten seit deren Gründung in großer Kameradschaft verbunden war. Die Frauen des Artilleriecorps hatten zur großen Überraschung die Kapelle Frohsinn Norf verpflichtet, so dass dieser Schützenfestsonntag für alle Beteiligten zu einem unvergesslichem Erlebnis wurde.

In den Jahren nach dem Jubiläum hatte das Artillerie-Corps auch einige schwere Jahre zu überstehen. Die Mitgliederzahlen entwickelten sich mehr und mehr rückläufig und auch die ersten Todesfälle aus den Reihen der aktiven Mitglieder waren zu beklagen.

Stellvertretend sei hier der Rudi von Schwartzenberg genannt, der nicht nur langjähriges aktives Mitglied der Artillerie war, sondern als Wirt des Wachlokals, als stetiger Sponsor und Förderer des Corps sowie in seiner Rolle als „Original“ unvergessen bleiben wird.

Im Jahre 1996 erhielt das Artillerie-Corps aber einen neuen Schub durch den Eintritt der 3. Generation. Mit Dennis und Tim Gudenkauf sowie Andreas und Max Rödelbronn traten junge Artilleristen neben ihre Väter und Großväter in die Reihen des Corps.

Getragen durch diese Entwicklung, stimmte das Artilleriecorps dem Vorschlag der Kameraden aus Kapellen zu, deren „alte“ Kanone käuflich zu erwerben. Seither befindet sich die Kanone, die seit Gründung das Corps fast jedes Jahr auf dem Schützenfest begleitet hatte im eigenen Besitz und wird seither fleißig gehegt und gepflegt.

Die Jugendabteilung der Artillerie erfuhr in den Folgejahren eine überaus positive Entwicklung und zählte im Jahre 2002 bereits 7 Mitglieder.

Zu Beginn des Jahres 2003 erhielt die Jugendabteilung den Status eines eigenen Zuges. Erster Zugführer im Rang eines Leutnants ist Sebastian Erkelenz. Ihm steht Max Rödelbronn als Adjutant zur Seite.